Pastellfarben im Herbst

Ich fuhr auf der Landstraße, und plötzlich war da etwas, was mein Auge ablenkte, meine gesamte Aufmerksamkeit in Bann zog und mir sagte: das ist speziell, das ist etwas ungewöhnliches, das passt nicht ins allgemeine Bild. Es war dieses Lila,  dieses feine, subtile Blass-Blau, gemischt mit dem satten Gelb der runden, korbförmigen Blüten: ein Blüh-Feld, mit der wunderbaren gefiederten Phazelia, „Bienenfreund“, gemischt mit der satten butter-gelben Pracht der Sonnenblumen, alle Köpfe in Richtung Süd-Ost gewandt.

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Und das mitten im Oktober, im absterbenden Monat, die Nächte und Tage schon empfindlich frisch, um die 8 oder 9 Grad, das ist doch nicht auszuhalten nach dem warmen und überwarmen Sommer.

Und die mit rot und gelb angestaubten Waldränder: die Obstplantagen und Solitärgehölze, einzelne rote Birnbäume in rost-roter Pracht. Eine Symphonie an rot-, violett-, braun- und gelb-Tönen.

Was ist das, diese Erinnerung an das Zarte, Pastellige des Frühlings – Krokuss und Herbstzeitlose im selben Atemzug?

Eine Zeit des Übergangs, das haben diese beiden Jahreszeiten, Frühling und Herbst, gemeinsam. Tag- und Nachtgleiche, Hell und Dunkel geben sich die Türklinke in die Hand.

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