Angekommen!

Nun sind wir also hier: auf dem Reithberg zwischen dem Trössengraben und dem Reithberggraben, gegenüber der Wallfahrtskirche Vockenberg, rechts von uns Harrachberg, links von uns um die Kurve die Bergschenke Monschein. Aber all diese Orientierungspunkte helfen wenig, auch den Einheimischen oder Handwerkern nicht, denn viele kommen selbst mit Hilfe des Navi nicht eindeutig an und verlieren sich gelegentlich in der Grabenlandschaft. Man kommt irgendwie zufällig hier her, so wie es uns anfangs auch ging, als wir nach einer längeren Irrfahrt um die Kurve bogen und beim Anblick des rosafarbenen Hauses ausriefen: „Das ist es!“057
Unser Haus ist mehr bekannt unter dem Namen oder Oberbegriff „der Schneeweiß“. Damit verbinden viele Ansässige noch den alten Gasthausbetrieb, der viele Jahre lang eine gemütliche Herberge für Durstige und Gesellschaftssuchende war und von dem noch die alte Schankeinrichtung im ehemaligen Gastzimmer zeugt. Jetzt wird der Engelwirth noch einmal umgestaltet und kommt nun wieder in seiner ganzen Schönheit zum tragen.

Viel hat sich getan seit unserer Ankunft, und eine Beschreibung der Änderungen im Haus wird in Kürze der „Hausherr“ und beauftragte Restaurator Mag. Marcel Sauter beitragen. Ich beschränke mich an dieser Stelle auf die Beschreibung, was sich für und durch die Pferde verändert hat.002

So haben wir den neu ausgebauten Liegebereich, ehemals Stallanbau, bezogen und genießen nun eine wunderbare frische, zug- und staubfreie Luft im 80qm großen Stallbereich mit unmittelbarem Anschluss an die große Auslauffläche. Der durchsichtige Lamellenvorhang und die Windschutznetze ermöglichen den beiden Schimmeln jederzeit, am Umweltgeschehen teilzunehmen und den Liegebereich zu verlassen, um sich z.B. auf den Weg zu der weiter unten im Tal liegenden Weide zu begeben. Wir haben schon die weitere Einteilung der Funktionsbereiche in Angriff genommen. So wird es bald einen Rundweg von und zur Raufutter-Raufe geben, die nach unseren Plänen gezimmert wird. Auch den Reitplatz haben wir schon in Betrieb genommen, obschon jetzt natürlich wenig Zeit fürs Reiten bleibt, so viele Dinge sind zu organisieren und zu erledigen. Die paar wenigen ruhigen Stunden nutzen wir dann auch gerne für weitere Planungen, und natürlich genießen wir auch das wunderbare Ambiente, die einmalige Lage und Atmosphäre des Ortes. Die Pferde sind derweil dabei, sich in der hügeligen Landschaft zu sonnen.007

O schöner Mai, nun komme – das wünschen wir uns für die kommende Zeit. Bald schon wird es wieder ein großes Stück des Weges sein, das wir zurückgelegt haben. Wir freuen uns auf das weitere Wachsen auch insbesondere unserer kleinen Reitanlage, damit sie zu einem echten Pferdeparadies werden kann!

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