Frohe Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr!

Zwar haben wir noch keinen Schnee, dafür auch keine sonstigen nennenswerten Niederschläge und bis vor kurzem auch noch herrlichen Sonnenschein mit blauem Himmel- kalte Nächte und Raureif-Morgen.

Dies schätzen die beiden Schimmel auf jeden Fall – das gemeinsame Frühstück an der Heuraufe schmeckt dafür umso mehr. Dass der Heuballen auf der Seite des Seniors auf jeden Fall besser mundet, ist klar – Chef und Chefin arrangieren sich auf jeden Fall, so oder so.009

Allen Menschen, die in diesem Jahr zum Gelingen unseres Projekts am Reithberg beigetragen haben, an dieser Stelle einen ganz besonderen und herzlichen Dank. Sie alle aufzuführen wäre eine lange Liste. 002Auf jeden Fall hervorgehoben werden müssen an dieser Stelle unsere Eltern, ohne deren Unterstützung diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre.

Wir blicken mit Freude auf das kommende Jahr, in dem unsere Zertifizierung als LAG-Laufstall erfolgen wird, und sind gespannt auf neue Erfahrungen und bereichernde Erlebnisse und Begegnungen.

 

Herzliche Grüße vom Reithberg von

Edith Herrmann und Mag. Marcel Sauter005013

Terra Madre Day -eine Impression vom 10. Dezember 2016 im südoststeirischen Weinland

Danke für die Einladung zur Feier des Terra Madre Days auf dem Weingut Ploder am Rosenberg: http://www.ploder-rosenberg.at
mit guter Speis und gutem Trank und erwärmenden Gesprächen.

Wie zwar jetzt der Winter nicht wirklich ein Winter ist, so ist doch das Licht winterlich, nicht wärmend und karg. Das Mondlicht hingegen erscheint stark leuchtend und hat fast ein ins warme Spektrum gehendes Timbre. Die größere Erdferne zum Zentrum unseres Sonnensystems lässt sich, wie ich finde, sowohl physisch wie auch psychisch wahrnehmen.001

Jetzt, im Advent, ist die Zeit der Suche nach dem Licht. Die Tiere nutzen jeden Tag, um die Sonne zu speichern und ihre Anwesenheit zu genießen.

 

Wie ich finde, auch eine michaelische Zeit. So passt für mich der Wochenspruch Rudolf Steiners zur Michaeli-Stimmung auch zu dem heutigen Terra Madre Tag:

Natur, dein mütterliches Sein,
Ich trage es in meinen Willenswesen;
Und meines Willens Feuermacht,

Sie stählet meines Geistes Triebe,
Daß sie gebären Selbstgefühl,
Zu tragen mich in mir.

 

Was machen eigentlich Pferde nachts im Laufstall?

Diese Frage mag man sich stellen oder auch nicht; ich jedenfalls hatte und habe dazu verschiedene Erfahrungen.

272Zum einen war es meine größte Sorge, als ich vor etlichen Jahren meine Pferde in die Obhut einer erfahrenen Betreiberin eines Bewegungsstalles in der Nähe von München übergab: was ist, wenn es Nacht wird und die Pferde laufen immer noch herum? Kann man das überhaupt verantworten?

Wie, und sie werden nicht in eine Box gebracht – ja, fühlen sie sich dann nicht verloren, einsam, unsicher etc.?

Jetzt, viele Jahre später, habe ich selber so einen Stall, und – zugegebenermaßen, die gleichen, jetzt schon Laufstall-erfahrenen Pferde – werden immer noch nicht in eine Box gebracht, wenn es dämmert. Ganz im Gegenteil, sie verlassen vielmehr häufig erst, wenn es dunkel wird, den geschützen Liegebereich mit seinen zwei durch Lamellen winddicht gemachten Eingängen, und begeben sich auf Wanderschaft. 270

Das gilt natürlich insbesondere für die heißen Monate des Jahres, aber auch jetzt, in der kalten Jahreszeit, kann ich mich die meiste Zeit darauf einstellen, bei meinem letzten Kontrollgang zu der Pferden auf jeden Fall feste Schuhe und eventuell auch eine Mütze anzuziehen: im Stall sind sie in den seltensten Fällen anzutreffen. So zeigen die Bilder einer ungemütlichen Novembernacht im südoststeirischen Hügelland, dass die weißen Herrschaften das Sternenzelt vorziehen. Jetzt natürlich umso mehr, denn die neu erbaute und überdachte Heuraufe, obwohl erst seit kurzem installiert und noch ohne ausreichende Bodenbefestigung, hat sich als der absolute Magnet herausgestellt! Dort gibt es immer was zu knabbern, und sie bietet durch ihr großes Dach eine Art Unterstand mit integriertem Kiosk zur freien Bedienung.006

Das hat natürlich viel mit LOSLASSEN (können) zu tun, ein Thema, das übrigens in der sehr lesenswerten November-Ausgabe des österreichischen Straßenmagazins „Megaphon“ auf sehr subtile Weise aufgegriffen worden ist. http://www.megaphon.at

So werde ich auch heute Nacht, wenn die Käuzchen im Reithberggraben um die Wette rufen, meine zwei Schimmel in der Nacht leuchten sehen.277