Die Kürbisse kommen

Nun ist also die Große Hitze erst einmal vorbei, und wir stauen nicht schlecht, wie die großen Fruchtgemüse Wärme und Feuchtigkeit umwandeln und sich in allen Arten von Formen, Farben und Aromen präsentieren und das Auge erfreuen.

Eine Spezialität unserer Gegend ist sicherlich der Steirischen Ölkürbis (Cucurbita pepo var. styriaca), dessen ölhaltige Samen nur durch ein dünnes Silberhäutchen umgeben sind und sich so für die Pressung hervorragend eignen. Das Kürbiskernöl mit seiner rotgrünlichen Farbe und dem süßen, nussartigen Aroma ist hierzulande nicht mehr wegzudenken und hat einen festen Platz in unserer Küche erobert.

Noch muss eine Weile vergehen bis zur Ernte, bei uns auf dem Reithberg kann mal jedoch schon die gelbengrünen Prachtexemplare in der Sonne liegen sehen. Blattwerk und Ranken haben sich fast zurückgebildet, und die nun schon leichter werdenden Früchte reifen in der Sonne und auf dem feuchten, weichen Boden nach.

Wie die Ernte in diesem ungewöhnlichen Jahr ausfallen wird?

Ein Maltag mit Kindern im Rahmen des Kirchberger Ferienprogramms

Am vorletzten Freitag haben wir uns ein abwechslungsreiches Programm vorgenommen: an diesem Nachmittag in der Ferienzeit hatten wir unseren diesjährigen Beitrag für das Gemeinde-Ferienprogramm „Kirchberg Sommer-Vital“ vorgemerkt. Bei der Planung konnten wir ja nicht wissen, dass dies der heißeste Tag des Jahres werden würde, in dieser vierten der bisherigen Hitzewellen, die einen schon wer weiß wie lange im Griff hielten – war es seit Mai, Juni, oder doch erst seit Juli…?
Egal, dass das Thermometer auf 37 ° klettern würde, war schon die Tage vorher abzusehen, und so war es ein Segen, dass wir die meiste Zeit mit den Kindern im schattigen Innenhof verbringen würden, um dort mit Stift und Pinsel auf diveresen Untergründen die Eindrücke umzusetzen, die wir vorher im Gelände und am Stall bei den Tieren sammeln wollten. Leider hatte die Hitze die Teilnehmerzahl doch um knapp die Hälfte zurückgehen lassen, so kamen von den angemeldeten 10 Kindern doch nur 5, zusammen mit einer lieben und hilfreich unterstützenden Mutter.

Wie kann man Kinder zur Beobachtung anregen? Das war meine ursprüngliche Frage gewesen, und als Nicht-Pädagogin habe ich mir den alten Trick aus der Schulzeit einfallen lassen, gewisse Motive bereits durch eine vorgegebene Perspektive, d.h. einen Rahmen zu betrachten, um später dann genau diese Inhalte leichter zu Papier bringen zu können. Diese Idee nahmen die Teilnehmer gerne an, was sich später dann auch in den witzigen und überraschenden Arbeiten zeigte.

Pferde wie Ziegen waren wenig begeistert, sich um die ungewohnte Uhrzeit und bei der sengenden Hitze einem Publikum zu zeigen.  So absolvierten wir diesen Part in einiger Kürze und mit ein paar Tricks. Den Kindern machte das nichts aus, und einmal zurück im Hof, wo schon Tische, Bänke, Staffeleien und diverses Material aufgebaut waren, gab es noch eine kurze Einführung in Materialkunde von Marcel – die historischen Pinsel dienten nur zur Demonstration – und dann ging’s los.

Zeichnen aus der Erinnerung fiel den Teilnehmenden leicht, und dann, im weiteren Verlauf und dem eigentlich malerischen Teil der Veranstaltung, konnten sie sich mit freien Themen beschäftigen. Manche malten ihr Lieblingstier, andere blieben bei den Skizzen und verarbeiteten diese in größeren Formaten.

Als dann die Eltern die erschöpften und verschwitzen Kinder wieder holten, waren einige sehr lustige und interessante Arbeiten entstanden, die so recht Lust zum Weitermachen hinterliesen. So war dies ein Versuch, kreativem Schaffen hier am Hof einen Raum zu geben. Vielleicht wird es eine Fortsetzung geben, wer weiß, ob nicht schon bald… Dann aber mit hoffentlich gemäßigteren Temperaturen!