Beginnende Arbeit an der Hand mit einer 2-jährigen Stute

Nachdem die Menorquin-Stute Funda immer wieder neugierig und interessiert zugeschaut hatte, wenn ich entweder mit dem Senior und der anderen Stute, die sozusagen ihre große Schwester ist, schöne und genussvolle Momente am Reitplatz verbracht hatte, wollte ich ihr nun doch auch bald den Einstieg in die spielerische beginnende Arbeit nicht mehr länger verwehren.

Das ist doch eben ein Vorteil, der die Mühe des Anlegens des Rundweges nun ausgleicht: unser Reitplatz liegt eingebettet inmitten des langezogenen Auslauf-Areals der Pferde und ist von allen Seiten einsehbar oder zumindest ein-hörbar. So lernen die jungen Pferde wie von selbst und von den Kollegen, und ich hatte den Eindruck, dass Funda jetzt denkt: ab jetzt gehöre ich nun endlich auch zu den „Großen“…

Dass Menorquin-Pferde spätreif sind – was ja für alle iberischen Pferde im Grunde genommen gilt – ist hinlänglich bekannt. Und doch hatte ich den Eindruck, dass es für die 2-jährige Funda eine tolle Abwechslung war, mal geführt am Kappzaum und mit einem symbolischen Gewicht aus Stoff am Rücken die großen Linien der Reitbahn abzuschreiten. Ganze Bahn wechseln, auf dem Zirkel „geritten“, ein wenig Übertreten, Halten und wieder Antreten, das alles war wie selbstverständlich für sie. Dass ich zum Schluss beinahe den Weg auf ihren Rücken finden wollte, ergab sich wie von selbst und lässt den Vorgeschmackt auf das herrliche Gefühl, von einem Pferd getragen zu werden, am Horizont als weitere Motivation für die kommende Arbeit aufleuchten.

Danke Funda, für die Gelassenheit und ein weiteres beglückendes Erlebnis in meiner Pferde-Welt.