Allein im Wald mit Ziegen

Es gibt in unseren Breiten ja eigentlich keine 4 Jahreszeiten mehr. Was wir jetzt haben, ist eine kalte Jahreszeit, eine heiße Jahreszeit und eine grauslige. Letztere immer schön abwechselnd dazwischen. Da soll man/tier sich noch auskennen…

Was wir im Moment haben, ist der Eintritt in die heiße Jahreszeit.

Heute, an einem lang ersehnten ruhigen Sonntag Ende April haben wir – meine drei Ziegen-Buben und ich – mal wieder einen längeren Ausflug in den Wald unternommen. Bei 26 ° Celsius in der erhofften Waldeskühle ging es eigentlich ganz gut, war ja das grüne Blätterdach überall ganz wunderbar anzusehen.
Auch war noch etwas an Feuchtigkeit am Waldboden und an den gottlob spärlich genutzen Wirtschaftswegen wahrzunehmen. Die Luft allerdings war schon am Vormittag mit einer Wärme gesättigt, die an eine Zeit im Juni erinnern mochte…

So haben wir bei einem langsamen Schlendern und dem Innehalten an den verschiedenen „bread-points“ immer wieder Pausen eingelegt und so den wieder belebten Naturraum genossen. Nach der langen Winterpause mit ebenfalls extremen Momenten war das Zurück-Erobern der offenen bzw. kultivierten Landschaft rund um den Reithberg zwar beglückend.
Das Gefühl, dass vieles in der Athmosphäre, dem Luftraum und dem Wachstum von Grünpflanzen irgendwie aus den Fugen geraten ist, blieb jedoch zurück und ließ Mensch und Tier in einer gewissen Erschöpfung zurück, dankbar, dass wir uns hier ein lebenswertes und geschütztes Zuhause geschaffen haben.

Tag und Nacht, Mond, Sterne und der weite Himmel sind immer wieder da, ganz verlässlich und wie selbstverständlich. Wie gut, dass uns diese Erde immer noch er-trägt.