Neue Räume

Neuland.

Neue Räume tun sich auf. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, muss dies anerkennen. Nicht nur im Unmittelbaren, es lässt sich sogar global definieren. Und wer dies leugnen möchte, dem sei ans Herz gelegt, die wenigen inhaltlich sachlichen Untersuchungen zur Wanderung bzw. Beschleunigung der Verlagerung des Magnetischen Nordpols der Erde zur Kenntnis zu nehmen. Nordpol wird zu Südpol – auch wenn dies schwer zu denken ist – und gottseidank dauert dieser Vorgang auch an die 1000 Jahre – verlangt es doch einiges an Anpassungsfähigkeit.

Unsere Erde ist ein Lebewesen. Und es ist krank. Die wenigsten Menschen können sich damit anfreunden oder dies in ihr Denken aufnehmen.

Umgang mit Zeit und Rhythmen

Sich einmal einzulassen auf die wirklichen Rhythmen unseres Daseins, Tag und Nacht (hell – dunkel), Licht und Finsterniss (Wärme/Aktivität – Ruhe/Regeneration) wird zusehends schwieriger. Wer kann sich heutzutage noch den Luxus erlauben, „mit den Hühnern ins Bett zu gehen“? Der Aufbau und das Sich-Zurückziehen der Natur, gebunden an die Vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit der entsprechenden Erwärmung bzw. der Abkühlung der Athmosphäre ist sowieso zu einem völlig zufällig zuordenbaren Zustand geworden, von dem unsere Kinder wahrscheinlich in der Zukunft nur aus ihren Schulbüchern (Entschuldigung, Apps und Downloads) erfahren werden.

Übergänge

Von einem Zustand zu dem anderen zu wechseln, strengt uns immer mehr an. Kein Wunder, hat man sich einmal irgendwie und mit einiger Mühe an etwas gewöhnt, heißt es schon wieder Abschied nehmen. Und das nächste Chaos fokussieren. Das verlangt schon einiges an innerer und äußerer Beweglichkeit. In der Reiterei erinnere ich mich, dass immer wieder das Reiten von Übergängen ans Herz gelegt wurde: vom 4-Takt (Schritt) zum 2-Takt (Trab) und wieder zum 3-Takt (Galopp) und so weiter, in allen Kombinationen. Wer (außer den Unverbesserlichen) tut sich denn heute noch so was an?

 

NeuLand.

Besonders beschämend finde ich, wenn sich manche unserer Zeitgenossen aufgerufen fühlen, die unbeschreiblich mutigen und selbstlosen Handlungen der Protagonistin eines neuen Zeitdenkens, der jungen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg,  auf hämische und besserwisserische Art zu kommentieren. Welchen Verlust habt ihr zu beklagen außer der Bestätigung eures egozentrischen Weltbilds?

 

Und zuletzt: Nichts.

Wenn wir uns dem Leben nähern wollen, erfordert das das Eingehen auf Rhythmen, und das ist unbequem. Ohne das Eingehen auf die Zeit- und Raumstruktur der irdischen Verhältnisse wird eine Kommunikation mit den Ursprüngen dessen, was wir als Quelle der menschlichen Existenz auf diesem Planeten empfinden, immer schwieriger.

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