Durchblick und Novembergrün

Jetzt im November gibt es ab und zu Tage, da sieht man nichts.

Denn wir leben dann in einer Wolke, das heißt, der dichte Nebel und die tiefhängenden Dampffetzen umgeben den Engelwirth wie eine Hülle aus Watte. Dann tropft alles und dampft, und die Feuchtigkeit zieht in die Glieder, in die Knochen und unters Fell. Da hilft nur einheizen und Tischherd und Kachelofen gut füttern!

Es ist nicht wirklich kalt, aber die mit mit Feuchtigkeit gesättigte Luft lässt die Tages- und besonders die Nachttemperaturen kälter erscheinen als sie wirklich sind. Diese hohe Luftfeuchtigkeit lässt auch in diesem nun schon vorletzten Monat des Jahres die landwirtschaflichen Kulturen immer noch in einer gewissen Fülle dastehen, und das Laub im Wald ist beharrlich und noch herbstlich. Der Boden ist bedeckt von einem bunten Teppich aus allen Schattierungen von Gelb, Braun, Rostrot, Orange, Grün…

Mich beeindruckt stets aufs neue die Bienenweide-Ansaat, die sich, nun völlig ohne Bienen, immer noch im satten, übergrellen Grün hartnäckig und unerschütterlich fröhlich gegen das Braun und Grau der Umgebung behauptet!.

So ist es oftmals nicht einfach, einen Durchblick zu bewahren. Dieser ergibt sich, wenn die Vegetation sich zurücknimmt, und neue Perspektiven tun sich auf, wenn Büsche und kleine Gehölzgruppen sich entlauben und die eigentliche Struktur des Geländes freigeben.

So soll es im nächsten Jahr einen neuen Pferdeauslauf geben, der sich über das Gelände des vom Wildwuchs zurückeroberten Hanges und den nun befreiten Bereich im Osten des Wohnhauses erstreckt. Mal sehen, ob die Equiden es schaffen, die Fläche für eine Neuansaat vorzubereiten.

Es ist eine Zeit der Veränderung, und der Übergang vom Sommer/Herbst zum Winter fällt allen schwer. Umso mehr, als dass Mensch und Tier sich nicht mehr verlassen können auf die Parameter und Rhythmen, die das Sonnenjahr für uns bereit hält.

Shadows in the Rain

I woke up in my clothes again this morning
I don’t know exactly where  i am
And i should heed my doctor’s warning
He does the best with me he can
He says i suffer from delusion
But i’m so confident i’m sane
It can’t be an optical illusion
So how can you explain
Shadows in the rain
And if you see us on the corner
We’re just dancing in the rain
I tell my friends there when i see them
Outside my window pane

Shadows in the rain

Shadows in the rain
(lyrics by STING)
by Sidsel Endresen
Album by Christof Lauer, Jens Thomas and guests